Aktuelles
 
 
  Mein Tagebuch   

 


Sonnabend: Peters Geburtstag. Ich hätte ihm gerne ein Shirt geschenkt, konnte mich aber nicht entscheiden, alle Sprüche passen - nur er trägt nichts mit Text. Also Socken ....haha.


Freitag: Schönes Wetter, leicht kühl. Wir verbringen den Nachmittag vorm Womo, gibt viel zu gucken. Platzsuxhe, ein- und ausparken ist immer wieder spannend.


Peters Campingküche




Donnerstag: Die Fahrt durch den bunt werdenden Herbst ist angenehm. Auf die extra Beleuchtung hätten wir gut verzichten können ...Schauen wir mal, was daraus wird.


 


Auf dem Stellplatz haben wir die freie Wahl. Das Wetter ist schön, aber kühl. Den Anreisetag verbringen wir meistens im Womo. Peter kommt schwer beladen vom Fischgeschäft zurück. Zwei Kilo Granat wollen gepult werden und damit steht das Nachmittagsprogramm fest. Die Ausbeute ist richtig gut .... habe mal einen großen Apfel zum Vergleich daneben gelegt. Sind ca 900g.


 




Mittwoch: Peter hat ein neues Werkzeug und macht nun ordentlich Lärm. Aber wenigstens in passender Schutzkleidung.


 


Erst Kanten schneiden und dann kommt der neue Laubbläser zum Einsatz, den er nie haben wollte. Aber es ist einfach zu viel zum Fegen geworden.


 


Da ich gestern lieber im Garten in der Sonne gesessen habe, als in meiner Wohnung zu wühlen, muss ich wohl heute hin. Immerhin habe ich Büroarbeit erledigt und die Wäsche fürs Womo ist fertig geworden. Ich kann  schon mal einräumen, damit wir morgen nicht so spät loskommen. Rechtzeitiges Erscheinen sichert die besten Plätze. Bestimmt sind noch einige Camper ein letztes Mal in dieser Saison unterwegs, deren Halbjahreskennzeichen Ende des Monats ablaufen. Wir fahren auch im Winter.


Zwei meiner versandten Bären sind gerade vom Plüschtierheim zur Adoption freigegeben worden und mein Meerschweinchen von Steiff


Dienstag: Ich habe hier noch gar nichts über die AFD geschrieben. Peter und ich hatten tagelang lange Diskussionen und Überlegungen geteilt, wie es soweit kommen konnte, trotz aller Warnungen. Zeitungen gewälzt, Analysen, Wähleraussagen, TV.




Unsere Politik muss umdenken. Auch meine Partei, obwohl ich die Manuela Schwesig gut finde, die hat es kapiert, wo der Weg hingehen muss. Die Wahl der AFD zeugt natürlich von mangelndem Geschichtsbewusstsein, ist geprägt von Wut und Enttäuschung. Aber Demokratie ist keine Bringeschuld, sie lebt von der Beteiligung aller. Sich aufs Sofa setzen, meckern und kalt pupsen, ist erst recht nicht die Lösung. Und ja, ein Denkzettel ist manchmal wichtig, dafür gibt es Wahlen. Aber doch nicht Ausgrenzung, anderen nach dem Leben trachten, Versprechen glauben, die jeder Grundlage entbehren, gegen Gesetze gerichtet sind, die Volkswirtschaft in Gefahr bringen. Raus aus der EU? Deutschland alleine gegen der Rest der Welt?


 


Man darf gespannt sein, wie das wird, wenn die AFD Regierungsverantwortung übernehmen soll. Ich habe das Wahlprogramm gelesen, einen umsetzbaren Plan haben die nicht. Abschiebung (ja, aber gezielt,) §218 wieder einführen geht gar nicht. Die Partei ist frauenfeindlich und allgemein menschenfeindlich. Ohne Empathie. Windkraftwerke abreißen - und dann? Ach nee, Leute ...
Nun wende ich mich wieder den praktischen Dingen zu. Horsts Sideboard auszuräumen ist eine Reise in seine Vergangenheit - und der blaue Müllsack steht daneben. Es geht sehr langsam voran, Schlüssel, etwas alter Schmuck, alte graue Münzen, ein Rechenschieber, diverse Taschenlampen, Fotos ... und heute geht es weiter. Die Schränke müssen leer, aber ich will vorher ausmisten und nicht alles mitnehmen und dann gucken ... wir haben das vor unserem letzten "plötzlichen" Umzug vor 20 Jahren nach Verden schon verpasst und nie nachgeholt. Nun holt mich das Versäumnis ein. Horst konnte sich nicht einmal von einem Kabelrest trennen.


Peter kocht ...Fisch, wie fast immer, wenn er die Wahl hat. Das kann er perfekt.




Guck mal, wie praktisch ...


Montag: Nun muss ich mich wieder um meine Wohnung kümmern. Wir hätten Umzugskartons besorgen und falten müssen, aber die kaputte Dusche hat Vorrang. Gut, dass wir davon zwei haben. Küche sauber machen und Wäsche waschen geht gerade nicht, Wasser ist abgestellt. So wird der Tagesplan umgebaut.


Heute Morgen habe ich Fotos von Langeoog aufs Handy bekommen. Wie schön .



Donnerstag soll es wieder losgehen mit dem Womo. Peter hat am Wochenende Geburtstag und will weg. Das verstehe ich gut. Da immer noch nicht ganz klar ist, warum der Motor manchmal auf sich aufmerksam macht und auch wegen der Spritpreise geht es nach Fedderwardersiel. Da fühlen wir uns beide wohl und kennen uns aus. Sonntag müssen wir wg der Stichwahl nach Verden zurückfahren.

Sonnaben/Sonntag
: Von meinen beiden Mädchen sehe ich kaum etwas. Vom Freitag blieb nicht viel, da sie erst abends gebracht wurden, Abendessen und ab ins Zimmer. Als ich später gucken kam, lagen beide brav im Bett. Upps ...


Früüühstück 


Sonnabend kamen die Kinder nur zu den Mahlzeiten aus ihrer Höhle. Zu Hause haben sie  begrenzte Zeit online am Handy oder Laptop. Aber Hörspiele hören geht ja offline. So hingen sie fest am Kabel. Annika hat dabei schöne Mandalas sehr sorgfältig ausgemalt.  Immerhin kam sie mal runter, um mit mir ein paar Runden Karten zu spielen - und zum Schaumbaden musste ich die beiden auch nicht überreden. Sonntag Mittag war unsere gemeinsame Zeit schon wieder vorbei ... Aus den Kindern sind Jugendliche geworden ....na ja, die "Kleine" möchte ihre Playmos noch behalten ....aber ich denke, sie wird da nicht mehr mit spielen.


Für Peter und mich habe ich eine Minestrone gekocht. Für die Kinder gab es Pizza.



Freitag: Dank schlechter Vorbereitung habe ich heute ein volles Programm. Meine Enkeltöchter kommen übers Wochenende, darüber freue ich mich sehr, habe sie lange nicht gesehen. In meiner Wohnung muss ich nach Post sehen, für den Besuch einkaufen, zur Bank und dann das Kinderzimmer aufräumen. Da sitzen noch 50 unbearbeitete Teddys und Bücherstapel fürs Sozialkaufhaus... Ich bin dann mal wech für heute.

Donnerstag
: Vormittags verlassen wir Harlesiel. Wir werden nicht wiederkommen. Der Stellplatz ist überfüllt, die Rezeption unfreundlich, die komplizierten Wege über Deichkurven nicht gut gekennzeichnet. Und teuer ist es auch. Der Anlass war nicht "Urlaub", aber allemal die Reise wert.


 


Womo ausräumen und dann nachholen, was zu Hause auf der Strecke geblieben ist. Erst einmal meinen bevorstehenden Umzug online bezahlen. Dann gefühlt 500 Bilder einzeln auf meiner Homepage löschen, die nicht mehr gebraucht werden, läuft langsam über. Peter bereitet ein leckeres Abendessen zu: Fischfilet in Pankopanade mit Kartoffelsalat. Das reicht noch für morgen ...


 



Mittwoch: Wir wachen von Tieffliegern auf, aber es sind  nur Lufttaxen zu den Inseln, die knapp über uns hinweg fliegen. Das Wetter sieht toll aus, dicke Atlantikwolken am blauen Himmel, aber pünktlich zu Abfahrt mit der "Nordwind" soll es regnen.



Gegen 12Uhr meldet sich Ursula aus dem Wattkieker gegenüber: Wir sind da. Wir haben noch Zeit auf einen Kaffee mit Blick auf das Schiff, das wir gleich besteigen werden. Der Kapitän empfängt und begrüßt uns, und es geht nach einer kleinen Ansprache los. Wider Erwarten könnte das Wetter nicht besser sein, wenig Wind, tolle Wolkengebilde am blauen Himmel über dem glitzernden Meer. Sicht bis Anschlag.


 




Schon von weitem können wir Wooge und Spiekeroog erkennen.

Zwischen den Inseln ist stopp. Der Kapitän kommt, nimmt die Urne und wir versammeln uns am Heck auf der Leeseite. Er trägt zwei Gedichte vor, schlägt vier Glasen mit der Glocke. Wachablösung. Einer geht von Bord. Dann lässt er die Urne mit einem Seil ins Wasser. Da schwimmt sie nun mit ihrem Blumenkranz und wird sich gleich auflösen. Wir werfen ein paar Rosen über Bord. Der Kapitän dreht mit dem Schiff noch eine Runde um den Ort. Die Sonnenblumen verteilen sich. Das Thyphon tutet einmal langezogen zum Abschied und dann drehen wir bei, zurück nach Harlesiel.


 


 


Kurz vor Ankunft überreicht der Kapitän eine Mappe mit Fotos von den Koordinaten, Urkunde und Bildern. Es war einfach alles perfekt und ein schöner Abschied für Fliegerfreund Reinhard, der immer so gerne am Meer war.
(Seebestattung Albrecht, von mir 5 Sterne,)


Dienstag: Schreck in der Morgenstunde. Ich bekomme eine Nachricht von Freundin Ursula: "Seebestattung morgen 13Uhr in Harlesiel." Oh shit, das hatte ich für nächsten Mittwoch auf dem Kalender. Müßig darüber nachzudenken, wie das passiert ist. Nun ist schnelle Planänderung angesagt. Peter fährt das Womo raus und macht alles startklar, während ich das Nötigste packe. Aufräumen, Suppe von gestern einpacken, Kanne Kaffee für unterwegs und los. Wir halten noch zum Tanken und Einkaufen. Auf der A1 schleichen wir Richtung Norden und weiter durch mehrere Umleitungen. Unser Motor- Störsignal meldet sich wieder, aber das Auto läuft..
Kurz vor Carolinensiel gibt's noch einmal 15 Minuten Zugabe, bis wir endlich am Anleger auf dem überfüllten Stellplatz stehen. Neue Suche hinter dem Deich. Die Schranke ist kaputt, was uns freundlicherweise ein anderer Gast erzählt. Wir sind etwas ratlos gewesen. Kein Hinweis. Noch einmal Deichkurven, bis wir einen Stellplatz zugewiesen bekommen. Da ist es schon 17:30 Uhr. Aber wir treffen draußen nette Leute, mit denen wir gleich ins Gespräch kommen.


 



Wir haben gestern spontan beschlossen, uns endlich mal um die Bücher zu kümmern, die hier nicht mehr gebraucht werden. Ich habe im Dachgeschoss Baumwollbüddel mit jeweils ca 10 Büchern befüllt. Peter ist etliche Male Treppen gelaufen, im Kofferraum ausgeschüttet und Büdel wieder abgegeben. Nach einer Stunde waren 150 Stück zur Entsorgung abfahrbereit. Ca 50 habe ich für das soziale Kaufhaus zurückgelegt, einige für mich ... Kästner, Struwwelpeter, Lindgren... Bücher wegwerfen ist ganz übel, vor allem wenn sie so gut wie neu aussehen, aber leider vom Inhalt her längst überholt sind.


 



Seit Jahren boykottiere ich Müllermilch, weil der Müller ein oller Nazi ist, auch schon, als es die AFD noch gar nicht gab, die er jetzt wieder umschleimt wie früher andere "Rechte".


 


Dummerweise habe ich mich nicht ausreichend damit beschäftigt, was alles zu seinem Konzern gehört, JA- Produkte, viele Salate usw. Also hat es nichts genützt ...


 




Montag: Es war gestern unerwartet schwierig, die Wahlergebnisse zu verfolgen. 18 Uhr alle TV-Kanäle durchgeschaltet, um eine Hochrechnung zu finden. Ergebnislos. Nix. Okay, es ist nur Niedersachsen, aber das zweigrößte Bundesland.

Irgendwann fand Peter dann bei seiner Kreiszeitung einen Livestream, und der war echt toll, locker und spannend über mehrere Stunden. Mit dem Ergebnis für die SPD muss ich wohl zufrieden sein, hätte schlimmer kommen können. Gespannt bin ich auf die Aufschlüsselung nach Stadtteilen und Orten. Wo sitzen die Faschisten in meiner Nachbarschaft?

Als ich eben diese Tabelle heruntergeladen habe, stand da Bild Nr. 1933. Oh.



Sonntag: Heute Abend werde ich wie ein hypnotisiertes Kaninchen vor dem TV sitzen,  mit großen Augen und langen Löffeln. Ich glaube zwar, dass ich hier in meiner Homepage offene Türen einrenne, aber vielleicht erreiche ich eine Stimme, die noch verunsichert ist. Ja ich weiß, der soziale Frieden ist gestört in diesem Land und die Parteien haben es inzwischen kapiert. Noch ein Denkzettel wäre gefährlich! In meinem WhatsApp-Status habe ich gemahnt, aber meine LeserInnen sind unterschiedlich verteilt auf die Medien.


 


  


Sonnabend: Heute ist Erntefest in Scharnhorst, aber Peter hat kein Interesse. Ist mir auch recht. Er hat gestern den Hof vorm Haus gesäubert, mein Blumenrad von Wildkraut befreit und nun kann der Erntezug vorbeiziehen.


 




 


Nicht vegetarisch: Lamm auf Kloßteig. Experiment. Na ja, eine Pizza drunter wäre auch gut gewesen.



Morgen wird es spannend in Niedersachsen. Es ist ernst, wir müssen alle zur Wahl, die AFD-Anhänger gehen nämlich ganz bestimmt hin. Ich glaube, wir im Westen haben länger unter den grausamen Taten der Nazis gelitten, waren nicht beliebt bei Auslandsreisen, eher geduldet. Ab den 70er Jahren wurde das Thema Hitler auch in den Schulen aufgegriffen. Wir haben die Nachkriegsgeschichte anders, vielleicht eindrucksvoller erlebt, mit vielen Filmen, Besuchen der KZ-Lager, Gesprächen mit familiär Betroffenen vom Holocaust. Vielen unserer Eltern ist erst in der Reichsprogromnacht klar geworden, dass das nicht mehr umkehrbar ist.


 


Heute gibt es in Sachsen-Anhalt keinen gelben Judenstern, da reicht die andere Hautfarbe ... und was ist mit unserem Grundgesetz? "Die Würde des Menschen ist unantastbar .... unabhängig von Herkunft, Religion, Alter, Geschlecht, sozialem Status ..." Und ja, ich will auch, dass straffällig gewordene Ausländer raus müssen, schnell. Oder bei unberechtigter Einreise umkehren. Ich glaube, das haben die Parteien endlich alle verstanden.

Ich war gestern begeistert, dass ich wieder voll online bin. WLAN und Drucker wurden sofort erkannt, meine Passwörter passen wieder und ich konnte Sachen bestellen und bezahlen. Alles gut. Einiges muss ich mir noch erarbeiten, aber das ist nicht dringend.

Abends hat Peter vergeblich auf einen Freund gewartet. Der arbeitet in einer Kfz-Werkstatt und wollte mit einem Diagnosegerät das Womo vor der Tür prüfen. Aber er kam nicht und so haben wir erst sehr spät gegessen. Ich musste mir schnell etwas einfallen lassen unter Resteverwertung (vegan bis auf Schafskäse im Salat). Übrigens schmecken Weintrauben im Salat sehr gut!






Freitag: Heute werde ich im Homeoffice sein. Erst einmal gemütliche Klamotten anziehen und dann meinen neuen Laptop auspacken. Wird der Drucker sich selbst installieren? Wird WLan erkannt? Komme ich mit der ungewohnten Oberfläche zurecht?

Zweieinhalb Stunden hat das Überspielen gestern gedauert, aber immerhin hat Stefan, mein Administrator, meine verloren geglaubten Lesezeichen und Passwörter wiedergefunden, die sich verpieselt hatten. Es musste viel aufgeräumt, installiert, deinstalliert, bereinigt und gekündigt werden. Das alte Teil war schon 12 Jahre alt ....

Aber der Reihe nach. Der Tag begann damit, dass Peters Auto die Schlüssel-Fernbedienung nicht erkannte, als wir weg mussten. Neue Batterie - nichts. Mist. Peters Tochter hat uns in die City gefahren zum Anwalt und später wieder abgeholt. Nun ist mein Wohnrecht eingetragen. Inzwischen hatten wir uns YouTube zur Notöffnung erfolgreich angeschaut. Hat geklappt und so konnte Peter mich zu Stefan bringen und auch dort wieder einsammeln. Dort 40 Stufen mit Pausen bewältigt, also ich. Uff.
Auf dem Rückweg konnte ich mein Auto von der Werkstatt holen. Nun guckt es wieder freundlich, war aber echt teuer. Neue Reifen, neue Scheinwerfer, rundum neue Leuchtmittel, Ölwechsel usw. Aber bisher habe ich noch nie investieren müssen, außer mal Reifen und Batterie in 12 Jahren. Inspektionen kennt Jazzi nicht, nur mal kleinere Sommer- oder Winterchecks.


 


Die Pakete sind auf dem Weg und abends zu Hause bin ich nur noch aufs Sofa gefallen


 


Und Peter hat Sauerkraut zubereitet, für mich vegan 


 

Donnerstag: Diesen Tag würde ich gerne auslassen. Der Termin morgens beim Notar wegen meines Wohnrechts bei Peter geht ja noch. Aber dann muss ich mit meinem alten und neuen Laptop zu meinem Administrator. Es wird eine Katastrophe, weil so viele Daten durch den Absturz von Mozilla Firefox verloren gegangen sind. Vor allem Passwörter. Eine nicht mehr existente Mailadresse schaltet sich überall dazwischen, die Wunschlisten der Kinder sehe ich nicht mehr, soll irgendeine App laden. Also ein 1:1 rüberziehen kommt nicht in Frage.


 


Nachmittags müssen zwei Pakete auf die Reise geschickt werden, einmal Steine für Langeoog und 
ein großes Paket mit Teddybären zum Plüschtierheim.


Mittwoch: Mittags fährt Peter mich zur Werkstatt, Auto abholen. Dachte ich. Da stand mein Jazzi wie auf dem Schrottplatz draußen, keine Augen mehr, Kennzeichen und Stoßstange ab. Die Scheinwerfer waren gerade erst geliefert worden statt Montag wie geplant. Dann waren auch noch Clips an der Halterung gebrochen. Immerhin sind die neuen Reifen drauf ...
Vor dem Qigong habe ich mich gedrückt, es fällt mir immer schwerer, anderthalb Stunden zu stehen. Und das Womo ist auch noch nicht ausgeräumt. Dafür habe ich abends Zeit zum Kochen.


 




Dienstag: Rückeisetag. Wir lassen alles langsam angehen. Es sind nur noch wenige Womos auf dem Platz. Uns gegenüber ein Concorde, kostet neu etwa 370.000€. Dafür ist hinten ein kleines Auto drin, mit dem der Besitzer auch gleich nach Ankunft zum Einkaufen fährt. Wie gut, dass wir nur ein kleineres Gefährt haben, und selbst damit wird es manchmal eng auf den Kreisstraßen oder in Dörfern. Die kann man nicht immer meiden, gerade bei Umleitungen. Ich glaube, wenn der Große mal über einen Kantstein fährt, ist einiges im Eimer....


 


Sonst haben wir auf dem Rückweg immer beim Schaufenster Fischereihafen in Brhvn halt gemacht, Fisch kaufen. Aber nun ist die Fähre länger kaputt, also durch den Tunnel.


 


Ich hoffe, dass wir nirgends "liegenbleiben", das Display zeigt ein Symbol, dass der Motor ein Problem hat. Peter füllt Öl nach, aber das muss sich eine Werkstatt genauer ansehen.

Wie ihr alle haben wir gestern in den Medien verfolgt, was wer zur vorhersehbaren politischen Wende gesagt hat. Heute war es mir peinlich, was die ausländischen Tageszeitungen über uns Deutsche geschrieben haben. Das es nur ein einziges Bundesland ist (bisher) wurde wenig erwähnt.


 




Ohne Worte








Montag, und wieder sind ein paar meiner Plüschis im Angebot und auch nachgefragt. Mohrhuhn spielen war meine große Leidenschaft, super Training für Reaktionsgeschwindigkeit. Der weiße Bär (Saubär) hat 20 Jahre auf meiner Waschmaschine gesessen und den anderen hat mir eine Nachbarin 2004 zum Abschied geschenkt. Er heißt Hildfred. Seitdem ist er in meinem Auto mitgefahren, später im Kindersitz mit Sonnenbrille...




Peter hat sich wieder selbst übertroffen mit dem Fischfilet, genauso wie es sein sollte, perfekt zubereitet und gewürzt.


Sonntag: Blauer Himmel und Sonnenschein.


 


Nette Abwechslung. Der Stellplatz sieht gleich ganz anders aus. Tische und Stühle stehen vor den Eingängen mit Frühstück und Thermoskannen, Brötchentüten laufen vorbei, Hunde werden ausgeführt, Kackkassetten rollen zur Entsorgung und überall "Moin".


Frühschoppen in der Strandbar mit Rockkonzert


Ein Gang zur Strandbar wird heute möglich, Kutter gucken, Hasseröder dunkel, Livemusik hören. Die Krabben hat Peter gestern schon vom Fischladen geholt. 2kg, eine Stunde zu zweit gepult. Gute Ausbeute. Kleiner Tipp wie es leichter geht: Immer nur eine kleine Portion aus dem Kühlschrank nehmen, dann bleiben sie knackig.


 


Heute Abend um 18 Uhr werden wir wohl alle gespannt vor dem Fernseher sitzen und gucken, ob die Menschen in Sachsen-Anhalt die Mauer wiederhaben wollen, Freiheit gegen Schutz und Sicherheit, Fortschritt gegen Rückschritt eintauschen. Windkraft weg heißt Industrie weg. Ausländische Pflegekräfte raus und die Alten zu Hause selbst pflegen. Zum Krankenhausaufenthalt in andere Bundesländer begeben.... Bürgerwehr einführen? Ich mag das gar nicht zu Ende denken...

 


 


 


Sonnabend: Nach einer stürmischen Nacht mit "Seegang" im Wohnmobil wechseln sich nun Sonne und Regen im 5Miutentakt ab. Ich finde es gemütlich, wir waren darauf vorbereitet. Es lohnt sich heute, meine Malsachen aufzubauen, Fernseher an, chillen. Mal schauen, ob der Krabbenkutter rausgefahren ist ...



Zotti wurde adoptiert
 

Freitag: Der Tag beginnt trübe. Wir bereiten uns trotzdem auf ein paar Tage Fedderwardersiel vor. Lieber Regen als zu heiß, ich nehme Malsachen mit. Gegen Mittag soll es losgehen. Ich bringe mein Auto schon mal für Montag in die Werkstatt, steige dann um ins Womo und weiter Richtung Norden.
Bei Facebook sehe ich drei von meinen Teddybären, die nun zur Adoption freigegeben sind.



Paganini hat schon die erste dringende Anfrage. Wie schön, er wird ein gutes Zuhause bekommen. Seine kleine Geige habe ich allerdings behalten ....Zotti hat auch schon eine Zusage: "Oh, den Bären habe ich vor 40 Jahren verloren."

Donnerstag und Zeit, Abschied von Freund und Fliegerkameraden Reinhard zu nehmen ...


 

Wir fahren vorsichtshalber schon eine Stunde früher von zu Hause los, weil wir den Verkehr schlecht einschätzen können. Aber es ist über Land ruhig, die Autobahn wäre voll gewesen. In Brinkum trinken wir einen Kaffee bei Brüne Meyer, nicht weit von der Kapelle. Als wir dort ankommen, treffe ich viele Menschen aus Fliegerkreisen, die ich viele Jahre nicht gesehen habe. Die Abschiedsfeier ist stimmungsvoll, Reinhards Lieblingslieder werden gespielt, die Trauerrednerin ist zugewandt und sehr gut vorbereitet.

Später setzen wir um zu einer nahe gelegenen Gaststätte zu Suppe, Schnittchen, Kaffee und Kuchen. Viele gute Gespräche am Rande, Erinnerungen an Reinhard.

Wir verabschieden uns und fahren weiter nach Huchting zu Freundin Monika, einen Koffer voll Schallplatten abgeben und klönen. Peter lernt sie jetzt erst kennen, war ja nie beim Lesekreis dabei. Es gab trotzdem sofort Gesprächsstoff.
Die Rückfahrt über die Flughafengegend ist nervenaufreibend. Ich meide die Strecke, wenn ich selbst fahre.


Mittwoch: Mein neuer Laptop ist angekommen. Ich umschleiche den Karton ehrfürchtig. Peter wundert sich, dass ich den nicht öffne, aber ich halte Abstand. Erst einmal einen Termin bei meinem Admin buchen.
Meteorologisch ist schon Herbstanfang. Nun auf dem Land empfinde ich das wesentlich stärker als in der Stadt. Die Arbeiten auf den Feldern sind abgeschlossen, die ersten Blätter fallen runter, die Äpfel sind reif, die Nacht ist dunkel.


 


Wegen Handwerkern muss ich heute früh in meine Wohnung fahren, habe den vor mir und komme 10 Minuten zu spät. Da kommt mir aus meiner Wohnung schon der Klempner entgegen, alles erledigt. Meine Nachbarin hat ihn reingelassen. Danke Edith! Peter kommt und trägt einenschweren Müllsack, Altpapier und einen Koffer mit Schallplatten raus, die ich verschenken will. Der ist so voll, geht nicht zu. Irgendwie müssen wir morgen den Transport anders regeln ...

Dienstag
: Ich mache mir Gedanken über die bevorstehende Landtagswahl in Sachsen-Anhalt. Ich höre Mahnern aus dem Land zu, Wirtschaftsfachleuten, für die investieren zum Risiko wird, Stromversorgern, die Folgen erklären, wenn Windkraftwerke "niedergerissen" würden (sehr teurer Strom für Haushalte, keine Industrie, wenig Einkünfte für Kommunen, keine Schwimmbäder usw.). Umkehrbar ist das schon längst nicht mehr. Austritt aus der EU? Keinen Euro mehr? Frauenrechte zurücksetzen ....§218 wieder ins Strafgesetzbuch...


 

gegen den Westen, gegen Frauen, gegen die Welt...


Das Problem ist, dass fast alle Versprechungen im Programm der AFD gegen geltendes deutsches und internationales Recht verstoßen, gegen die Genfer Konventionen, gegen Schengener Abkommen .... sogar Artikel 1 unseres Grundgesetzes: "Die Würde des Menschen ist unantastbar" wird mit Stiefeln getreten. Sicherheit vor Freiheit?


 



Gestern Abend gab es eine Quiche mit Weintrauben und Schafskäse und Cheddar, leckere Kombination.


Montag: Auch heute sollte nicht viel los sein. Am Laptop kann ich nicht gut arbeiten, habe mal wieder Totalverlust von Firefox mit Adressen und Passwörtern. Nun ist ein neuer Laptop bestellt, kommt wohl morgen. Der sollte dann bis zum Lebensende reichen, daher habe ich mir ein etwas teureres Modell mit Hilfe meines Administrators ausgesucht. Der wird das Teil dann auch einrichten, da bin ich hoffnungslos überfordert.
Langeoog hat eine neue Facebookgruppe eingeführt. Da sollte sich jede/r kurz vorstellen. Ich habe mich voll gefreut, als gleich am ersten Tag nette Kommentare kamen ...


 


Im Internet fand ich diese Info, haha


Birgit R., erinnerst Du Dich noch an die große Schüssel voll in einer Jugendherberge beim Frühstück in den Niederlanden? Hagelslag in Schoko und bunt. Wir waren damals 19 und an Wochenenden mit Deinem grünen Käfer 1300 unterwegs ... oder mit meinem weißen 1200





Bei uns gab es gestern auch nur Butterbrot, aber mit Krabben. Peter hatte die Küche mit Einkochen in Beschlag genommen.




Sonntag: Ruhetag.


Gestern lief alles etwas anders als geplant. Nach meinem vorgezogenen Pflegeprogramm ( seit ich lange Haare habe, dauert alles länger) kamen erst einmal die Jäger in den Garten, um körbeweise Äpfel für die Wildfütterung einzusammeln. Dann kam Freundin Ursula überraschend, die in Verden zu tun hatte. Wir haben geklönt und dann nachmittags Karten gespielt. Zwischendurch kam ein anderer Freund, um uns Weintrauben aus seinem Garten zu bringen. Hätte ich gewusst, dass eine Klassenkameradin von Ursula beim Grillabend am Schießstand  mit dabei ist, hätten wir sie mitgenommen. Zu spät. Sie ist nach Hause gefahren, kommt aber bestimmt bald wieder. Bis dahin sind dann unsere Gästezimmer nach meinem Umzug auch fertig, hoffentlich.
Der Abend war schön. Die Landfrauen hatten sich mächtig ins Zeug gelegt. Ich habe mich an die vielen Salate gehalten, die ausnahmslos lecker waren. Sehr professionell. Mit dem Grillgut waren auch alle zufrieden. Gewöhnen muss ich mich daran, dass Männer und Frauen getrennt sitzen, also die alten. Die Jungen saßen als Familien mit Freunden zusammen. Meine 90jährige lustige Tischnachbarin Hannah hatte ihren Teller am Büfett unglaublich voll bekommen. Das schafft die nie ...dachte ich. Falsch. Als sie fertig war, bat sie noch um eine Currywurst mit Pommes und Bohnensalat. Auch geschafft. Bei den Desserts konnte sie sich nicht entscheiden und nahm gleich zwei. Der Konditormeister hatte sich mächtig ins Zeug gelegt. Alles perfekt. Auch die Kräuterschnäpschen ließ sie nicht aus. Eine Frau fragte sie besorgt, ob sie Diabetes hätte. Nö, nur Zucker ...


 


Zwischendurch bin ich mal nach draußen und habe mit einem kleinen Mädchen nach Aufforderung mit ihr Seifenblasen gemacht. Sie pustete falsch, wir haben geübt, nun klappte es und sie hat sich gefreut.

Gegen 21Uhr wurde es leerer. Im TV gab es die Mozzarella-Schau. Habe ich verstanden. Es war aber die Schlagerparade von einem Zarella, haha.
Wir hatten es nicht weit, wohnen direkt gegenüber.


Peter hat Mirabellen gepflückt, entkernt und Marmelade gekocht.



Sonnabend: Landfein machen für ein Grillfest gleich gegenüber in der Schießhalle abends. Bis dahin will ich noch Steine malen, damit mein Päckchen nach Langeoog kann. Ich bekomme immer wieder mal Anfragen, warum es die bunten Steine nur im Mai/Juni gibt ...und ob sich das Suchen auch noch im September lohnt ... ja  ...nee ...aber ein bisschen nachhelfen kann ich ja mal...

Freitag: ich fahre schon um 8 Uhr in meine Wohnung. Es haben sich drei Gewerke angekündigt, Heizungsmessgeräte und Feuermelder auswechseln, Wasseruhren bearbeiten. Das wollte ich meiner Nachbarin nicht zumuten, ihre Wohnung, meine Wohnung ... die Türen haben wir gleich offen gelassen. Ich nutze die Zeit, wieder einmal einen Schrank zu räumen. Horsts Aktenschrank. Viele alte Erinnerungen an Reisen, Dokumente, Urkunden, Zeugnisse , Glückwunschkarten, Fotos, Zeitungsartikel usw. Hilft nichts, da wird niemand mehr hingucken .... vorbei ...


 


Donnerstag: Wir bringen zwei Kisten Kleiderspende zur Caritas. Endlich nehmen die nach längerer Sperre und Sommerpause wieder etwas an.
Es ist Mittag, und auf dem Weg liegt "Jesus", die evangelistische Pommesbude. Nein, sie heißt nicht wirklich so, aber alle sagen es. Beste Adresse in Verden, lecker und immer zu viel. Peter muss 10 Minuten in der Schlange stehen....


 

 


Mittwoch: Heute liegt nichts an außer Qi Gong. Das halte ich nicht gut durch. Nach einer Stunde "stehen" hampele ich die weitere halbe Stunde im Sitzen ab. Keine Kondition, zu lange ausgesetzt.


Abends nach Rückkehr werde ich mit einer Fischpfanne entschädigt, Filet und Stinte ...

 

 



Dienstag: ich stehe früh auf, habe einen meiner seltenen Arzttermine, aber nur Labor und impfen


 


Nachmittags bringe ich einen Umzugskarton  mit Teddybären und anderen Plüschtieren zur Post. Sie gehen zum Plüschtierheim und werden online vermittelt. Die Hälfte des Erlöses geht an Tierheime, die monatlich veröffentlich werden. Ich schicke ein Einschreiben an die Telekom, Anschluss kündigen. Ich habe zwar eine Vertragslaufzeit, aber für eine Verlegung ist in Scharnhorst keine Leitung frei. Ich hoffe, ich komme deshalb aus dem Vertrag raus.

Und damit mal wieder Geld reinkommt, bearbeite und versende ich gesammelte Rezepte an die Krankenkasse zur Erstattung. Das wird reichen für neue Scheinwerfer und zwei Reifen ...


Abends in der Küche die schnelle Nummer,haha. Nudeln mit Pesto und Räucherlachs in 15 Minuten


 


 


Montag. Wir nehmen uns die Wohnung mal wieder gründlicher vor. Es steht so viel von meinen Sachen herum, die hier noch nicht wirklich einen Platz haben. Darum ist heute gemeinsame Hausarbeit angesagt. Ich muss dazu eine Schürze umbinden, damit ich mich sofort erinnere, was ich gerade tun wollte, bevor ich mich mit Handy in den Garten setze oder "mal eben" an den PC ....


 


Heute hat mir Monika eine neue Geschichte geschickt. Klickst du unter "Monikas Geschichten"


Sonntag: Nach  22 Jahren endet heute unser Literaturkreis. Ich war allerdings nur 7 Jahre dabei. Wir haben uns immer ein Jahr mit Ländern beschäftigt und in chronologischer Reihenfolge mehrere Bücher dazu gelesen, also alle das gleiche, und dann vierwöchentlich darüber diskutiert. Es waren stets Bücher, die ich alleine nicht gelesen hätte. Fast immer von den bedeutendsten Autoren des Landes.

Aber nun sind wir überaltert, Gerd, der Organisator ist von Bremen nach Verden umgezogen. Monika hat uns verbliebenen Leseratten nach Huchting in ihre sehr kleine Wohnung im 7. Stock eingeladen. Wie gemütlich. Leckere Häppchen, Sekt und ein Überraschungsgast klingelte.


 

Unsere Gastgeberin mit Benedikt Vermeer und ihr schöner Ausblick vom Balkon.


Ein Schauspieler der Gedichte rezitierte, Heinz Ehrhard, Ringelnatz, Kästner ... das war super! Es war mehr eine Unterhaltung und auf bestimmte Stichwörter legte er textsicher und mit angenehmer Theaterstimme los. Es gab viel zu lachen und zu denken. Tolle Idee. Ein unvergesslicher Abschluss. Danke Monika!




Tschüß ihr Lieben, es war eine schöne Zeit mit Euch ...

Danke Gerd für Deine jahrelange Gastfreundschaft und die literarischen Aufarbeitungen

Monika und Gerd ...


Sonnabend: Meine Muskelzerrung ist wieder besser geworden, aber nun schmerzt Peters Knie. Er hat gestern Grünzeug weggekarrt und ich hoffen mal, dass es nur eine Überlastung ist. Oh oh. Wir werden alt ... Peters ausgefallener Schneidezahn kann nach kürzlicher OP erst in zwei Monaten weiter bearbeitet werden. Muss heilen. Implantat möglich? 

Nachmittags kommt Freund Ernst und bringt uns Weintrauben, weil er selbst gerade keine Zeit hat Wein daraus zu machen. Das gibt ein leckeres Abendessen mit überbackenem Schafskäse.


 




Freitag: Im Garten beobachte ich Schmetterlinge, die sich an unseren Feigen zu schaffen machen. Sie sind so konzentriert, dass ich mit meinem Handy bis auf wenige Zentimeter herangehen kann. Die Admirale heißen angeblich so, weil sie an die Uniformen erinnern. Sie sind leicht mit Füchschen zu verwechseln, die auch hübsch, aber kleiner sind, und eine andere Zeichnung haben. Beide Arten brauchen im Frühjahr zwingend Brennnessel für die Larven. Die Füchschen überwintern oft in unseren Regionen, der Admiral kommt von weiter her


Der Admiral ist ein ausgeprägter Langstreckenflieger. Im Frühjahr wandern viele Falter aus dem Mittelmeerraum über die Alpen nach Norden ein. Die im Sommer in Mitteleuropa herangewachsene Generation zieht im Herbst wieder zurück in den Süden. Durch den Klimawandel überwintern mittlerweile aber auch immer mehr Exemplare direkt in milderen Regionen Mitteleuropas.


Abends bin ich mit den Mittwochsmädels vom Qigong beim Italiener Davide in Verden verabredet. Ich bestelle Calzone mit der berühmten scharfen grünen Soße. Davon reicht mir ein Teelöffel voll, den Rest teilen sich die anderen.


 


Es ist ein netter Abend, aber leider muss ich früher weg. Ich mag nicht mehr in der Dämmerung fahren, mein linker Scheinwerfer hat kein Licht, Wackelkontakt. Peter bemüht sich vergeblich, kaum rollt das Auto, ist das Licht wieder aus. Ich habe vor acht Wochen komplett neue Scheinwerfer bestellt, weil beide "blind" sind, aber es gab gerade nur rechte. Ich mochte Peter nicht widersprechen, dass ein Bekannter von ihm das macht. Der hat nur eine Bezugsquelle, eigentlich gar keine Zeit und dazu noch drei Wochen Urlaub. Ich wäre lieber im Juni in meine gewohnte Werkstatt gefahren. Es verunsichert mich, nicht gut sehen zu können und für andere wie ein "Motorrad" wahrgenommen zu werden. Die gucken dort auch alle Flüssigkeiten, Luftdruck usw. Peter meint, wenn etwas nicht geht, kommt eine Warnlampe, so lange kann man warten. Ich bin so gar nicht der Typ für so etwas und fahre nicht mehr gerne.


Donnerstag: Wir fahren zum örtlichen Umzugsunternehmen. Möglicher Termin: 2. Oktober für die Möbel, die nach Scharnhorst sollen. Bastians Geburtstag, aber der hat sicher etwas anderes vor an dem Tag, als auf meine Geschenke zu warten. 

Weiter geht es zum Telekomladen, Anschluss ummelden, weil ich ja eine längere Vertragslaufzeit habe. Ich brauche den Anschluss nicht mehr und habe vielleicht Glück, aus dem Vertrag herauszukommen aus Kulanzgründen. Es steht nämlich keine freie Leitung zu Peters Haus zur Verfügung, die man beschalten könnte. Es liegt schon eine T-com- Anschluss mit drei Nummern. Das kann allerdings nur vom Kundenservice in Bonn nach schriftlicher Eingabe  entschieden werden.
Wir fahren in meine Wohnung, nehmen ein paar Teile mit. Im Keller liegen auch noch Teddies. Wir besuchen meine Nachbarin.


 


Nachmittags habe ich einen Termin bei meiner Hausärztin. Mein Asthmamedikament ist seit drei Tagen aus. Dumm gelaufen, schlechte Werte. War zu erwarten. Na ja, weiter zur Apotheke, Nachschub holen und einen Lungen-Impfstoff. Zusammen 468€! Noch schnell einen kleinen Einkauf auf dem Rückweg erledigen und dann bin ich ausgepowert für den Tag, Fernseher an, Wolldecke und mit Puffern und Apfelmus aus dem Garten verwöhnen lassen.


 


Es wird Herbst, das haben wir schon unterwegs mit dem Womo stark bemerkt. Zwar knallt die Sonne noch, aber die Felder sind abgeerntet, die ersten Erntefeste werden auf Plakaten angekündigt, viele Rüben sind vertrocknet und auch der Mais sieht oft nicht gut aus ....


 


Das Feld hinter unserem Garten ist platt gemacht, die Rehe kommen seltener, weil die Äpfel zu groß für ihr Maul werden. Sie haben ja nur unten Zähne.


Mittwoch. Ich stehe vom Sofa auf, bleibe am Tischbein hängen und mache einen Abgang auf dem Holzboden. Nicht weiter schlimm, aber eine Muskelzerrung im Bein, das ich etwas verdreht habe. Damit fällt mein erster Tag Qigong  nach der Sommerpause gleich aus. Mist. Es schmerzt kaum, nur bei Belastung, und die ist hoch bei den speziellen Bewegungen. Hausarbeit geht immerhin. Peter pflückt Feigen und backt Kuchen. Ich serviere Kartoffelsuppe mit Croutons.


 



Dienstag: Ich fahre in meine Wohnung, schnacke mich auf dem Parkplatz fest. Die Leute wollen wissen, wann ich kündige und ausziehe. Jede kennt jemanden, der/die meine Wohnung gerne hätte. Aber die Chance ist gering, zumal die mit ziemlicher Sicherheit nicht an Einzelpersonen vermietet wird, zu groß. So komme ich wieder einmal nicht wirklich zum Arbeiten wie geplant, sortiere nur Schallplatten aus. Als ich zurück nach Scharnhorst komme, steht Peter schon grinsend für ein Foto hinter der Tür, weil ich immer etwas mitbringe, was mir wichtig ist. Heute einen großen Teddy und eine Buddel Whisky ...


 


Upps, vom Winde verweht ... aber


Montag: wir lassen es langsam angehen, planen unsere  Woche. Das Womo muss noch  weiter ausgeräumt werden, die Laptops und Waschmaschine wieder angeworfen werden. Der Regen gefällt uns, wird dringend gebraucht.


Mein Freund Thomas ist nun von der großen Gemeinde der Dreambiker (Motorradfahrer) verabschiedet worden. Die Feier war bestimmt genauso, wie er es sich gewünscht hätte. Für seine Frau Susanne freut mich, dass sie in so einer starken Gemeinschaft aufgefangen wird


 


Sonntag. Unser Womo steht gleich am Museum. Es regnet leicht, als wir schlafen gehen, nachts sogar mal ein sehr kurzer Hagelschauer, aber morgens Sonne und leichter Wind. Duschen, anziehen, frühstücken und um 10 Uhr wieder auf einen Milchkaffee ins Museum. Nun ist auch Zeit, mit den Besitzern zu plaudern. Wir kennen uns, u. a..  von der Rockboattour nach London mit dem Kreuzfahrtschiff. Ich verschenke meinen Teddy Rocky mit seiner E-Gitarre, ein Unikat. Birgit freut sich und ich mich auch, dass ich eine neue Heimat für ihn gefunden habe.


 


Eigentlich wollten wir weiter nach Hitzacker, aber wir beschließen dann doch die Heimfahrt. Wir sind beide ein bisschen kaputt von der Hitze der vergangenen Tage und ich habe Bedenken, ob ich ich den Weg vom Stellplatz in die Stadt schaffe. Dazu ist Sonntag, nichts geöffnet, nur ein Eiscafé mittenmang mit unverschämten Preisen, da gehe ich nicht wieder hin.


Abends bereitet Peter eine Spaghettipfanne mit Fisch zu 

 




 
 
Aufgeräumt
     
 

 
  Heute waren schon 29 Besucher (51 Hits) hier!