Gabis "Außenspiegel"
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Mein Langeoog-Tagebuch

Annika vor zwei Wochen: "Ene mene muh und ab bist du. Ab bist du noch lange nicht, sag mir erst wie alt du bist. "64". Okay, 1 ..2 ..3 ...4...5...6 ...... Och Oma, lass und lieber was anderes spielen" Haha.

Und nun bin ich 65 und endlich muss ich nicht verschämt etwas von "Vorruhestand" erklären.  Mir fehlt Horst immer noch sehr, aber trotzdem bin ich dankbar für 65 weitgehend gesunde und zufriedene Lebensjahre, keinen Krieg, keine Flucht, keine schlimme Kindheit, keine Arbeitslosigkeit, keine Gewalt, es ging stetig etwas aufwärts und nie abwärts. Eine 40-jährige Partnerschaft, die mir immer Sicherheit gegeben hat, vertrauen, viele gemeinsame Erlebnisse, auf die ich gerne zurückblicke. Und die Freude über unseren Sohn und seine Familie.

Alles was jetzt noch kommt, ist Zugabe.

Pfingstmontag auf Langeoog:
Die Sonne scheint, ich habe mit Tee, Meisen, Amseln und Spatzen im Garten gefrühstückt. Arno hat mir ein Tischset geschenkt.


 


Sonntag:
Es hat alles geklappt wie gewünscht. Ich bin planmäßig früh von zu Hause losgekommen, die Straßen und Baustellen waren staufrei und ich war schon nach zwei Stunden am Anleger in Bensersiel. Upps. Erst einmal Pause, bis die Gepäckannahme öffnete. Der Koffer wog 22,5kg und ich musste 9€ für die 2,5kg Übergewicht extra zur normalen Gepäckbeförderung bezahlen!! Moin ihr Halsabschneider!  Die nächsten 75€ wurde ich auf dem Inselparkplatz los und dann 3€ für einen kleinen Kaffee. Und den musste ich halb wegkippen, weil die "Langeoog II" gerade in Sicht kam. Vorschiff? Jo! Schnell anstellen. Die Fähre ist echt klein und die meisten Fahrgäste mussten nach unten in den Saal - aber immerhin mit Fenstern. Kleine Verzögerung, weil der Ausflugskutter im Weg lag und irgendwie nicht weiterkam. Die reguläre Fähre kam uns entgegen und fuhr erst eine Stunde später wieder ab. Da hätte ich noch lange warten müssen.


Mein Vermieter hatte die Niedersachsenflagge für mich gehisst und ich saß schon eine Stunde eher als geplant im Garten unter meinem blühenden Lieblingsbaum.


Erst einmal war Grundeinkauf angesagt und ich war sehr froh, dass mein Rucksack auch als Trolley zu gebrauchen ist. Die Leute vor mir, Oma und erwachsene Enkelin, hatten für 83€ eingekauft und keine Vorstellung, wie sie den ganzen Kram ins Quartier kriegen. Da hätte ich mir für eine Stunde einen Bollerwagen gemietet oder die Vermieter nach einer Gepäckkarre gefragt. Oder zwei mal gelaufen, weite Wege gibt es hier nicht wirklich.


Nachmittags habe einen ersten Dorfrundgang gemacht - und viele Baustellen entdeckt. Das kenne ich so mitten in der Saison sonst gar nicht, sind aber alles Großprojekte. Auf einen Aperol Spritz hatte ich keine Chance. Es ist soooo voll auf der Insel und ich habe mich lieber in meine Hütte zurückgezogen, Garten, Sonnenschirm, Buch, Tee.


Für Insider: umgepflügter Rosengarten

Unterhalb der Strandhalle

Direkt am Schwimmbad

 


Mitten im Dorf

Und nun versuchte ich gerade, Fotos hochzuladen. So ab und zu kommt eines durch. Aber den Übertragungspegel muss ich mir wohl gerade mit ein paar tausend anderen Usern teilen. Mist.


Kläglicher Rest, da gebe ich auf, fällt mir kein Gericht mehr zu ein.
Aaaaber, da kann ich eine Pizza Margherita drunterlegen :-)


Besser als ....


Gerade im Prospekt gesehen. Nee, was es alles gibt!



Von der Stadt zum Parkplatz. Noch mal eben einen Blick auf die Baumblüte, wenn ich wiederkomme, ist die vorbei ...



Koffer geht zu! Noch ...

Sonnabend: Jetzt wird es langsam ernst. Gar nicht drüber nachdenken, einfach machen, was noch zu tun ist. Erst einmal Pflegeprogramm für mich, dann den Koffer aus dem Keller und hoffen, dass alles reinpasst, was ich schon bereitgelegt habe. Oh oh .... Ziel heute: Die Wohnung nachbarschaftstauglich zu machen, noch ein bisschen abheften und versuchen, den Essiggeruch aus dem Bad zu bekommen. Blöde Idee, damit noch mal eben zu reinigen.


Freitag:
Heute früh brauchte ich tatsächlich meine Winterjacke, als ich das Auto zur Werkstatt gebracht habe. Ob ich die doch mitnehme auf die Insel? Die "Öljacke" muss auch mit, und dann die leichte Regenjacke als Rucksackbegleiterin. Ich glaube, ich schaffe das das doch nicht ohne Gepäck-Übergewicht.
Wenn es Zeit ist, den Koffer aus dem Keller zu holen, werde ich doch leicht kribbelig: alles bereitlegen, Packliste abarbeiten, die Wohnung sauber und müllfrei verlassen, Telefon umschalten nicht vergessen, Zeitschaltuhren für Beleuchtung neu einstellen, Navi programmieren, Pflanzen düngen, Gewürze abfüllen, kleine Portionen Reis und CousCous, Stärke und Backpulver, Soja und Getreide für Bolognese ... ich kann dort zwar alles kaufen, brauche aber die meisten Lebensmittel nur esslöffelweise. Alleine essen gehen ist doof, da koche ich lieber selbst einfache Sachen.
Hasi hat jetzt für die Reise ein T-Shirt an, ich will für die Kinder ein kleines Fotobuch machen. Das macht bestimmt Spaß, mit einem Plüschhasen über die Insel zu ziehen und Abenteuer im Bild festzuhalten. Gleich muss ich noch sein neues Halstuch festnähen.
Nun noch eben eine Rückfrage des Finanzamts zur "Rechtsnachfolge" beantworten, ein paar vergessene Sachen in die Waschmaschine. Nachmittags kann ich das Auto wieder abholen, Altglas wegbringen, teuer Tanken, Einkauf für meine Nachbarin und dann habe ich wohl alles erledigt und hoffentlich einen entspannten Sonnabend.



Das Bild war heute in einer Zeitung (WK), Thema Möwen füttern. Ich habe schon oft mit dem Fotoapparat im Anschlag am Strandkiosk auf Langeoog gelauert, um den Würstchen- oder Frikadellenklau zu fotografieren. Horst hat sich immer einen gegrinst und meinte, eine Sportreporterin könnte ich nie werden. Er hatte Recht, ich bin einfach zu langsam. Die Möwen kommen zu zweit, eine fliegt von vorne an, der Arm wird schützend hochgerissen und die andere kommt von hinten angeschwebt und bedient sich. Bei kleinen Kindern am Strand habe ich allerdings schon öfter mal auf ein Foto verzichtet, wenn ich gesehen habe, dass Möwen sich anschickten, den Keks oder das Eis zu erbeuten. Aber es gab auch schon völlig uneinsichtige Eltern, wenn ich gewarnt habe. Egal, Hauptsache die Möwen suchen sich größere Opfer. Meistens passiert das eh nur, wenn es richtig heiß ist. Reinhard, weißt du noch? Dein Schwarzbrot mit Käse auf der Fähre? Kurz vorm Reinbeißen nichts mehr in der Hand.

 
Donnerstag: Was für ein Sturm! Das verspricht zumindest wettermäßig kein schöner Tag zu werden. Aber dafür steht spielen mit Flora nachmittags auf dem Programm.

Gestern war ich abends zu einer Veranstaltung: "Reiki nach dem Dalmanuta-Prinzip". Die Vortragende erzählte eine halbe Stunde lang, wie sie zum Reiki gekommen ist und machte irritierend lange Sprechpausen, so ganz in sich gekehrt ... leider oft mitten im Satz. Ich war etwas ungeduldig, weil die Zeit knapp bemessen war und ich etwas über Meditation und Handauflegen erfahren wollte, aber ihr schienen kluge Worte vom Kardinal Ratzinger wichtiger. Ausgerechnet. Die Lebensweisheiten klangen nett, aber ich bin da drüber hinaus.  Zumindest, was das Wissen angeht. Das auch zu Leben ist halt Übungssache. Es war nett, mit den anderen Frauen zusammenzusitzen und von deren Motivation etwas zu erfahren, aber gelernt habe ich nichts.



Mittwoch: Mittags bin ich nach Bremen gefahren, um für Bastian größere Lieferungen in Empfang zu nehmen. Alles geklappt und die Kinder habe ich auch noch kurz gesehen. Gleich muss ich schon wieder weg zu einem Workshop nach Holtum-Geest. Hoffentlich lässt das Gewitter und der Sturm nach, der gerade um das Haus heult!

 
Annika hat einen Blumenstrauß für mich gepflückt. Dankeschön!


Schade, gestern wollte ich nicht zum Spieleabend einladen, weil ich gerade so in Schwung war "Wohnung klar Schiff" machen und Resteverwertung.


ab in den Ofen

Nun sind noch Kartoffeln übrig, die kommen gleich alle in den Pott. Dann wird meine "Mussmit-Liste" ausgedruckt. Da kann ich schon mal gucken, was ich bisher aus dem Blick verloren habe. Lebensmittel werde ich nicht mitnehmen, nur Gewürze und eine Kleinigkeit aus dem Bioladen, die ich dort sicher nicht bekomme. Birgit, du würdest dich schlapp lachen, was bei mir alles als "wichtig" auf dem Zettel steht für den Koffer!

Der Laptop muss auch noch "sauber", läuft gerade wieder einmal etwas über. Ganz schlecht, wenn man sowieso einen miesen Empfangspegel hat auf der Insel. Mein Vermieter rief schon an, mit welcher Fähre ich komme. Er hat mir angeboten, dass ich auch schon früher kommen könnte, aber ich glaube, Pfingsten Richtung Küste ist Sonntag besser zu fahren als Sonnabend. Und Freitag soll das Auto noch reisefertig gemacht werden.


Dienstag:
Heute muss ich mal einen Zahn zulegen für Urlaubsvorbereitungen. Akku Spiegelreflex und eBook hängen an der Ladung, Termin für morgen Abend zu einer Veranstaltung angemeldet, Urlaubsgeld umgeschaufelt, Bastian fragte, ob ich Mittwoch wegen einer erwarteten Lieferung kommen kann und Donnerstag Kinderbetreuung. Per WhatsApp: "Ja, kann ich machen, aber Freitag hat mein Auto Werkstatttermin: einmal durchsehen und auffüllen." Zurück kam: "Damit das auf dem Weg nach Langeoog auch sicher im Wasser liegt?" Haha, wir haben einen ziemlich ähnlichen Humor.

Ich glaube, ich nehme doch lieber die Fähre ...


Gerade habe ich probeweise meinen Webstick nach langer Zeit mal wieder angeschlossen und geguckt, ob er funktioniert. Juhu, klappt. Immer gut, das vor Langeoog zu klären, habe schon böse Überraschungen erlebt. Die Insel ist ziemlich unterversorgt. Keine Homepage im Urlaub, das geht gar nicht. Wem soll ich dann meine kleinen Erlebnisse erzählen?
Gleich noch eine Stunde Hausarbeit, dann zu Fuß in die Stadt. Muss zu Fielmann, meine Brille mal nachstellen lassen, sitzt zu locker. Geld holen, Briefmarken kaufen, dann Apotheke, Karotinkapseln gegen Sonnenbrand. Vielleicht hilft es ja, ich kann die Sonnencreme nicht gut ab.


Montag:
Es ist doch etwas später geworden, bis ich endlich meinen morgendlichen "Pflichtteil" erledigt hatte und zu meiner Schwester gefahren bin. Schön über die Dörfer und hin und zurück andere Strecken. Um diese Jahreszeit fahre sogar ich gerne Auto!
Margot servierte einen leckeren Eiskaffee, damit ich keine Entzugserscheinungen bekomme, haha. Wir hatten uns wieder viel zu erzählen. Man fühlt sich dort richtig wie in einem Bauerngarten, toller Ausblick.







Nachmittags stand eine Hausarbeit auf dem Plan, aber ich bin dann doch Richtung Stadt abgebogen (Margot, mein innerer Schweinehund hat klar gsiegt!), weil ich bei Rossmann eine Strandmuschel kaufen wollte. Drei Tage habe ich überlegt, ob ich die wirklich brauche: Ja, für die Kinder. Egal ob mein Wohnzimmer oder Spielplatz, die finden das bestimmt schön. Bei 15€ und Leichtgewicht kann man nicht viel falsch machen. Gegenüber im Portofino sah ich Gitta draußen beim Kaffee sitzen, im Rollstuhl. Ihre Schwester hatte einen Ausflug mit ihr gemacht, war aber selbst gerade einkaufen. So habe mich noch eine Weile dazugesetzt. Schade Ursel H., hätte dich gerne getroffen, aber du hast es sicher auch mal genossen, beim Shoppen keinen Mann und keine kleinen Kinder am Hacken zu haben.




Es war schön auf dem Flugplatz gestern. Leider war kein Segelflugbetrieb, weil die Flieger und Fliegerinnen gerade mit Sack und Pack vom Vergleichsfliegen zurückkehrten. Aber unterm Baum mit vielen alten Bekannten war es gemütlich und es gab viel zu erzählen.



Teddy ist eine tolle Hündin (Berner Senn-), ein bisschen paddelig, aber lieb. Sie hat zu Hause eigene große Spielzeugschublade mit Seilgriff zum alleine öffnen. Teddy leidet immer, wenn andere Hunde zu Besuch kommen, die nicht pfleglich mit ihren Stofftieren umgehen.



 


Sonntag ... und nächsten Sonntag um diese Zeit bin ich schon unterwegs nach Langeoog. Die kommende Woche habe ich mir von unangenehmen Tätigkeiten und Verpflichtungen freigehalten. Ich brauche die Zeit. In Verden herumzufahren macht keinen Sinn. Egal wo man hin will, alles wegen Bauarbeiten gesperrt. Egal ob Brücke oder Richtung Autobahn (da geht es wenigstens noch auf einer Spur). Unübersichtliche Baustellen sind gar nicht mein Ding, da habe ich immer Angst, mir das Auto kaputtzufahren oder Teer in die Reifen zu bekommen, Steinspritzer am Lack oder auf der Scheibe brauche ich kurz vorm Urlaub auch nicht mehr. Die Arbeiten sollen alle bis zur Domweih Anfang Juni fertig sein, daher an allen Stellen gleichzeitig. Schade, Margot wollte morgen kommen, aber das klappt nicht, die Umleitungen sind ätzend weit und schlecht beschildert. Navi kannste vergessen, der sagt nichts außer "bitte wenden".
Das Wetter ist heute so schön, vielleicht fahre ich zum Flugplatz, da gibt es wenigstens einen Schleichweg.



Gleich stehen zwei Telefongespräche an, die schon längst überfällig sein. Meine Rechnung fürs Urlaubsquartier muss bezahlt werden und Hausarbeit habe ich jeden Tag bei 95qm! Ich wundere mich, wie viel immer zu tun ist, obwohl ich hier nur alleine Dreck mache. Heute ist der Kühlschrank dran und die Küchenregale einmal abräumen und sauber machen. Dann muss ich gucken, wovon ich mich pünktlich zur Müllabfuhr diesmal trennen möchte. Das große Aufräumen ist längst noch nicht abgeschlossen.


Sonnabend:
Kommst du mit in die Stadt?
Volle Blüte vor der Haustür



Okay, alte Autoreifen von einer Treckerwerkstatt muss man sich schönreden


aber nach wenigen Schritten ich bin ich schon am kleinen Hafen



Ein Stück weiter im Allerpark legt gerade das Ausflugsschiff an





Gleich kommt die Sonne durch, dann wird es hier voller werden



Ich gehe durch die Gasse zum Rathaus, wo ein hübscher Tulpenbaum steht.




und weiter über den Wochenmarkt


am Brunnen vorbei Richtung Portofino




Das Ziel war auch Rossmann, Miniaturen für meine Reise kaufen, damit mein Koffer nicht wieder 26kg wiegt!



Gestern war es schön mit den Kindern. Sie waren schon total aufgedreht als ich kam und freuten sich auf den Spielplatz. Wir sind dann auch gleich losgezogen mit Trolley und Puppenwagen. Als erstes wollten die beiden die Decke ausbreiten und Picknick machen.



Dann wie immer, rutschen, schaukeln, Flummi spielen, mal Memory auf der Decke ..wir hatten einen netten Nachmittag. Nach zwei Stunden wollte Annika nach Hause, Mickymaus gucken, haha. Sie holte Minipizzen aus dem Gefrierschrank und meinte: Oma, du kannst solange Abendessen machen, wenn wir gucken. Okay ... aber da war ja nur der Herd anzumachen. Dann ein Buch und  nach dem Essen haben beide freiwillig ihre Schlafanzüge angezogen vor der nächsten Mickymaus (Erpressung). Die Eltern kamen schwer bepackt von Ikea zurück und brachten für mich Köttbullar (TK) mit. Die werde ich gerne probieren, danke!!
Annika überreichte mir ein "Buch" mit eigenen Werken. "Hier, hab ich für dich gemacht" "Oh, danke" "Kannste ja mal angucken und dann wieder mitbringen" .



Upps, das hat aber viele leere Seiten; ein fast fertiges Bild habe ich dann doch gefunden.


Mein Plan heute: Chillen wie Margots Katze "Inge". Danke für das Foto


Freitag.
Um acht auf dem Balkon: Kuckuck, Kuckuck .. und das war echt, nicht die laute Kuckucksuhr der Nachbarin. Meine Großmutter hat früher gesagt: "Wenn man mitzählt, wie oft der Kuckuck ruft, weiß man, wie alt man wird" Ich habe bis 122 gezählt und dann gedacht: Jetzt reichts!

PS: Ich bin schon drei mal vergeblich zu meinem Smartphone gelaufen, die WhatsApp sagt auch "Kuckuck". Ich sollte den Ton ändern ...

Mittags fahre ich zu den Kindern und würde gerne mit den beiden auf den Spielplatz gehen. Mal schauen, wie das Wetter sich so entwickelt. Ein kleines Picknick auf der Wiese wäre schön, aber dazu sollte es zumindest trocken sein. Ich werde vorsichtshalber meinen Einkaufstrolley mitnehmen für das Sandspielzeug, Ball usw.

Bastian hat Brückentag heute


Donnerstag: Heute bin ich vorsichtshalber zu Hause geblieben, Für Flugplatz zu viel Wind, im Portofino zu viel Vatertag, dann lieber Wäsche, Müll und Spülmaschine, fernsehen, lesen. Bis mittags ging sogar Balkon, aber dann stand voll der Wind drauf.

Kleine Übung im Nein-sagen absolviert. Gestern habe ich bei meiner Freundin nachgefragt, was an Lebensmitteln benötigt wird. Nichts. Oh. Ich bin trotzdem hingefahren, habe noch einmal alles abgefragt. Nein, alles da. Und nun Telefon:  "Kannst du am Wochenende für mich einkaufen?"
Nein! Ich könnte, will aber nicht. Es ist immer so voll an den Kassen, Parkplätze auch und ich habe deswegen meine Sachen schon vorher besorgt. Morgen bin ich ab mittags bei den Kindern zum Spielen und aufpassen. Also bliebe nur Sonnabend und den habe ich mir anders vorgestellt, als mangelnde Organisation anderer auszubaden. Ich lerne dazu.


Faulheit ist der Hang zur Ruhe ohne vorherige Arbeit
(Immanuel Kant)

Mittwoch: Die Hitze bekommt mir nicht gut, bin etwas schlapp und warte nun auf das versprochene Unwetter. Als ich vorhin zum Auto ging: alles wieder gelb. Aber diesmal bin ich da nur mit einem Staubwedel rüber, die "Wäsche" wird wohl von oben kommen.

Freundin Gitta hat nun Horsts Rollstuhl für ein paar Wochen. Ich habe vormittags für sie verschiedene Modelle recherchiert und ausgedruckt. Ich möchte einfach nicht für die Auswahl verantwortlich sein. So ein "Geschütz" wie Horst hatte, braucht sie eigentlich nicht. Es gibt auch zierlichere Teile in küchenstuhlgröße mit kleineren Rädern, die jede Taxifahrerin oder Nachbarin mit einem Griff zusammenlegen und in den Kofferraum packen kann. Da meistens in Kaufläden oder im Restaurant geschoben wird, sind die großen Räder nicht ganz so wichtig, wie im Gelände. Und 120kg braucht das Teil auch nicht tragen können, wie die "medizinischen".


Die Serverarbeiten an den Homepages haben offensichtlich begonnen. Meine Schwester mailte mir schon, dass ein Sicherheitshinweis kommt. Es könnte erst einmal daran liegen, dass meine alte Adresse www.allerwiese.tl.de noch bei einigen gespeichert ist. Die richtige Adresse seit ein paar Jahren ist www.allerwiese.de. Vielleicht musst du die einmal neu in die Adresszeile ganz oben eingeben und speichern? Die Endung tl ist aufgehoben worden. Mein Hauptproblem ist, dass ich mich für Suchmaschinen gesperrt habe und damit die verpflichtenden Cookies auch nicht greifen... ich muss mal beim Betreiber nachfragen.

Spargelquiche für Gäste: Nur mein Teil war vegetarisch

Der kleine Vogel war auch schon früh auf und hat mich beim Morgenkaffee auf dem Balkon nett unterhalten

Dienstag: Heute schaute ich um 09:30 Uhr auf mein Handy, upps, aufstehen, wird Zeit. Bei Kaffee Radio an: "07:30 Uhr, Sie hören Nachrichten"! Oh, vielleicht sollte ich die Brille doch am Bett aufbewahren? Aber das war meine Chance, mal wieder etwas auf die Reihe zu kriegen. Kurze Zeit später saß ich gewaschen und gebügelt am Schreibtisch und sammelte alles für die Einkommenssteuer zusammen. Hin zum Finanzamt und fragen, was ich noch tun muss. Ich kam sofort dran - und war nach wenigen Minuten wieder draußen: ALLES IN ORDNUNG!! Der Kram ist vom Tisch.


 
Wäre ich ein Flummi, wäre ich jetzt über den Parkplatz zum Auto gehüpft. Wieder nach Hause? Nö, Stadt, gucken, was bei meiner Friseurin so los ist. Lange Wartezeit, also erst einmal schräg gegenüber einen Eiskaffee und die Tür im Auge behalten. Stetiger Wechsel und so kam ich um die Wartezeit nicht herum. Egal. Ich hatte Claudia eine Whatsapp geschickt und sie kam mich besuchen, um mir die Wartezeit zu verkürzen. Sie war gerade mit dem Fahrrad unterwegs. Das passte super, meine Parkuhr drohte nämlich abzulaufen und Claudia ist füttern gegangen, als ich dran war. Danke!!
Nun habe ich etwas frische Farbe und einen nordseetauglichen Schnitt. Hinterher noch einen kleinen Einkauf und heute Abend kann ich mich auf Besuch zum Kartenspiel freuen. Mal schauen, ob aus meiner Spargelquiche was wird. Habe das Rezept gerade erst in einer Zeitschrift gefunden.


Vom Küchenfenster aus sehe ich diesen schönen
Rhododendron


Montag: Als erstes stand auf dem Zettel für heute: Autoscheiben putzen. Dieser Blütenstaub ! Ich habe dann gleich den ganzen Eimer Wasser übers Dach geschüttet und einmal rundrum gelappt. Nun kommt das Rot wieder durch. Dann den 10m Gartenschlauch aus dem Keller gewuchtet und außen angeschlossen. Bloß den blöden Wasserzulaufhahn im Keller kriege ich nicht aufgedreht, ich bin wieder einmal 2 cm zu kurz . Na ja, noch brauchen wir nicht gießen.

Meine Freundin wollte den Rollstuhl ausleihen, aber die Hauptstraße zu ihrem Viertel war wegen Straßenbauarbeiten voll gesperrt. Die Umleitung führte mich dann viele km über die Weser Richtung Nienburg. Oh nee, selbst mein Navi sagte immer nur "bitte wenden", fand also auch keine Lösung. Da musste ich dann absagen - und sie sich mal bei Nachbarn erkundigen, wie man aus ihrer Wohnstraße rein oder raus kommt.
Nachmittags war ich ziemlich faul, zwischen Snooker-WM (Eurosport) und Sonnenbalkon hin und her gewechselt, Besuch von einer Nachbarin und sonst nichts los.


Ich bin irgendwie zu geizig, ein Makroobjektiv zu kaufen, obwohl ich mir das schon lange wünsche. Kostet aber leider einen halben Urlaub, da muss ich schon Kosten und Nutzen abwägen

Sonntag: Ach war das schön, heute ganz in Ruhe den Vormittag vertrödeln zu können und mittags eine Stunde auf dem Balkon im Liegestuhl dösen. Nur der Fluglärm über der Wiese hat gestört , Tag der offenen Tür am Flugplatz Scharnhorst.

Aber ich hatte anderes im Sinn. Ich war von einem alten Freund von Horst zum Literaturkreis eingeladen. Erst wollte ich nicht hin, nachdem ich das zu besprechende Buch nur bis Seite 100 geschafft habe. Mehr ging nicht , zu viel Literatur. Aber Gerd meinte, ich muss das ja nicht erzählen; das habe ich aber doch getan. Wenn ich dachte, der Kreis (9 Leute) wäre pikiert, habe ich mich wohl geirrt. Alle haben mich herzlich eingeladen, wiederzukommen.  Die Leseliste hat mich kurz geschockt, wurde dann aber auf ein Buch geändert, das ich auch verstehe und wohl lesen mag.
Wir saßen jedenfalls nett beieinander im Gartenhäuschen bei Gerd und seiner Lebensgefährtin in Bremen mit Kaffee, Sekt (für mich nicht, Auto!) und Butterkuchen.


Damit bin ich intellektuell überfordert



Ich habe heute erst meinen Briefkasten geleert: Die Buchungsunterlagen Langeoog sind da; nun kann ich mich schon mal vorfreuen.


Und dann habe ich 10€ bei "Aktion Mensch" gewonnen!! Ich Glückspilz . Zwei Aperol Spritz auf Langeoog für umsonst.


Morgens um acht am "Holzmarkt" Nähe Bahnhof


Sonnabend: Ich hab "Füße, Knie und Rücken" von zwei Tagen Messe 09:00-18:00 Uhr, aber es hat sich echt gelohnt. Soooo viele gute Gespräche, Schicksale, großes Interesse an den von Trauernden bemalten Gedenkbrettern - und ich konnte auf Wunsch bei jedem sagen, wie es entstanden ist, die Historie (darauf wurden Menschen früher in abgeschiedenen Tiroler Bergdörfern zu Grabe getragen) und aus welchem Anlass gemalt wurde.

Fragen über Material und Herangehensweise konnte ich alle beantworten und meine Ideen, wie die Bretter auch im Hospiz oder Seniorenheim für einen letzten Gruß eingesetzt werden können, wurden intensiv nachgefragt. Zum Beispiel unser Botschaftenbrett, blau mit weißen Wolken zum Beschriften, dass ich vor Jahren mal entworfen habe, fand starke Beachtung und wurde ganz oft fotografiert. Einige Besucherinnen haben auch selbst Botschaften für liebe Verstorbene draufgeschrieben, das geht einem manchmal nahe wenn da steht: Jana wir vermissen dich sehr, deinen Kindern geht es gut. Bis mein dicker Eddy-Stift weg war! Geklaut während der Kaffeepause? Schade. Als ich mal wieder Gelegenheit hatte, mich zu setzen: Upps, was ist das, Stift in der Hosentasche!!. Ich Döspaddel!

Es waren viele Pflegekräfte, ErzieherInnen aus Kindergarten, Pastorinnen, Trauerredner, Jugendhilfe und Leute aus der Behindertenarbeit am Stand; der Schwerpunkt war allerdings Hospiz. Es waren nur recht wenige Messebesucherinnen ohne beruflichen Hintergrund da, vielleicht war auch das schöne Wetter schuld. Wer mag sich schon mit dem Tod beschäftigen, wenn draußen das Leben mit Macht hervorströmt?

Insgesamt war die Messe überhaupt nicht mehr vergleichbar mit dem Beginn vor neun Jahren, nur noch etwa 1/4 dessen, was damals geboten wurde. Der Schwerpunkt lag deutlich mehr auf Leben und Pflege als auf Tod. In den anderen Jahren war das umgekehrt.

Wenn gerade mal nichts los war wegen Vortrag im Forum, bin ich zum Nachbarstand geschlendert und habe mich mit einem Hypnotiseur unterhalten, der kostenlose Hypnose anbot. Ich konnte immer sehen, wenn sich da drüben jemand mit dem Kugelschreiber die Haare kämmte oder sich freundlich mit Handschlag bei der besten Freundin vorstellte, als hätte er/sie die noch nie zuvor gesehen. 
Am Stand von "Abschied und Bestattung", der einmal um die Ecke war, wurde von Henning und Marisa ein Selbstbausarg vorgestellt und die BesucherInnen konnten mit Stiften darauf malen und schreiben. Manchmal habe ich gelauscht, wie die Leute das so fanden und diskutierten von "tolle Sache bis pietätlos"
Nach dem Abräumen bin ich mit dem Zug nach Hause, habe etwas schnelles gekocht und  bin erschöpft in den Sessel gefallen. Als ich bei Dunkelheit noch einmal auf den Balkon ging, musste ich einige auf dem Rücken liegende Maikäfer einsammeln. Die sind echt zu blöd zum Fliegen! Da hat Horst sich immer schon drüber aufgeregt



Die Gedenkbretter wurden im Rahmen von Trauerarbeit gestaltet.

Freitag im Telegrammstil: 06:00 Uhr Wecker, Mist, Wärmflasche ausgelaufen, nass . Duschen und föhnen im Schnelldurchgang, zu Fuß los, Butterbrot am Bahnhof, Zug pünktlich, Messe auch. Ohhhh wie schön, "mein" Stand hat den besten Platz mitten im Foyer! Am Vortag war ganz am Rand aufgebaut worden, aber über Nacht hat die Messeleitung noch umgebaut, war denen wohl zu trist im Eingangsbereich. Das hat natürlich Interesse und Beachtung stark gesteigert und ich hatte von 09:00 Ur bis 17:00 Uhr gut zu tun. Überwiegend Fachpersonal aus dem Pflegebereich, Hospiz, Kirche usw. Dann Flaute, nach Hause, Pizza in den Ofen und eingeschlafen , dabei wollte ich doch noch das Snooker-Halbfinale sehen.





Freitag/Sonnabend: Ihr werdet hier nicht viel von mir hören. Ich bin an beiden Tagen von morgens früh bis abends in der Stadthalle Bremen auf der Messe. Ich betreue die Gedenkbretter von "Abschied-Bestattung" an einem zweiten Stand. Schade, die schönsten sind gerade für eine anderen Ausstellung verliehen, aber das wissen die Leute ja nicht.

Wer wohnt schon in der Stadt und kann Pferden vom Balkon aus zuschauen?

 
 
aufgeräumt
 
 
 
 

 
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